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Gesetzliche Grundlagen

Energieeinsparverordnung 2014 - EnEV 2014

Darstellung eines Energieausweises nach der Energieeinsparverordnung 2009

Bereits im Jahr 1976 ist mit dem Energieeinspargesetz (EnEG) ein wichtiger Schritt im Hinblick auf Energiesparen und Klimaschutz gemacht worden; mit dem Ziel die Abhängigkeit der Bundesrepublik von importieren fossilen Energieträgern zu senken. Das Gesetz fordert eine effiziente Erzeugung und einen energiesparenden Einsatz von Energie. Zur Umsetzung des Gesetzes wurde die Wärmeschutz- und Heizanlagenverordnung erlassen. Seit 2002 gibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) die Vorgaben und Regelungen für den Wärmeschutz und die Anlagentechnik vor. Die Gesetze und Verordnungen sind seitdem mehrfach novelliert worden.

Am 16.10.2013 hat die Bundesregierung die 2. Verordnung zur Änderung der EnEV beschlossen. Sie ist am 01.05.2015 in Kraft getreten und wird als "EnEV 2014" verwendet. Die EnEV 2014 ist die geltende Rechtsvorschrift für Neubauten, Altbauten und technische Anlagen. Sie gibt den Bauherren bautechnische Standards zum energieeffizienten Bauen, Sanieren und Betreiben der Gebäude und gebäudetechnischen Anlagen vor. Ziel der EnEV ist es, die Einsparpotentiale im Gebäudebereich zu greifen, den Energieverbrauch zu senken, unnötige CO2-Emissionen zu vermeiden und durch Einführung des Energieausweises die gebäudetechnischen Daten transparent darzustellen. Sie ist anzuwenden für Wohngebäude, Nichtwohngebäude und Betriebsgebäude, die mit Energie geheizt und gekühlt werden und für Anlagen und Einrichtungen der Heizungs-, Kühl-, Raumluft- und Beleuchtungstechnik und Warmwasserversorgung.

Die aktuelle Fassung der EnEV 2014 kann unter dem unten aufgeführten Link heruntergeladen werden.

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz - EEWärmeG

Das EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz) ist seit dem 01. Januar 2009 in Kraft und legt fest, dass bis 2020 14% der Wärme in Deutschland aus regenerativen Energien erzeugt werden soll. Das Gesetz regelt Verpflichtungen für den Einsatz und die Förderung für erneuerbare Energien.

Eigentümer von Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden sind verpflichtet, einen gewissen Anteil der Wärme aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Als Alternative können gleichwertige klimaschonende Maßnahmen ergriffen werden. Die Nutzung von erneuerbaren Energien wird durch das Marktanreizprogramm gefördert. Der Ausbau von Wärmenetzen ist ausdrücklich erwünscht, so dass der Anschluss und die Nutzung von Wärmenetzen erleichtert werden. Die Eigentümer müssen die Erfüllung der Anforderungen nachweisen.

Die Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) informiert über das EEWärmeG. Das Gesetz steht unter dem unten aufgeführten Link zur Verfügung.

Bundesimmissionsschutzverordnung - BImSchV

Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) dient zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge. Es ist ein deutsches Bundesgesetz aus dem Jahr 1974 und regelt die grundsätzlichen Anforderungen. Die technischen Einzelheiten sind in Durchführungsverordnungen (BImSchV) festgelegt.

Die 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung regelt die Errichtung und den Betrieb von Kleinfeuerungsanlagen. Für den Gebäudebereich betrifft das die Heizungsanlagen. Heizungsanlagen müssen nach BImSchV saniert werden, wenn die zulässigen Abgasverluste die vorgegebenen Werte überschreiten. Der Schornsteinfeger überprüft die Anlagen regelmäßig und führt die Messungen durch. Die Grenzwerte der Abgasverluste sind je nach Größe der Heizungsanlage festgelegt.

Nennwärmeleistung – Grenzwert Abgasverlust

> 4 – 25 kW                  11%

> 25 – 50 kW                10%

> 50 kW                       9%

Neben den Anforderungen an Heizungsanlagen gibt die BImSchV auch wichtige Hinweise zu dem Betrieb von Einzelraumfeuerstätten. Die Anforderungen an den Schadstoffausstoß und die Nachrüstpflicht von Filtern bei alten Öfen ist hier geregelt. Alte Kaminöfen müssen nach 30 Jahren nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden.

Weiterführende Informationen

Ansprechpartner

Ina Mattner
Abteilung Gebäudemanagement
Telefon: (0 28 32) 122-739
Telefax: (0 28 32) 122-77739
E-Mail: ina.mattner@stadt-kevelaer.de
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