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Wie Luther wurde was er war – und wie Luther aufhörte, Luther zu sein

Datum: 20.02.2017

Kevelaer – Ein Kämpfer, ein Streiter. Beseelt, kompromisslos, im schlimmsten Fall gnadenlos. Ein Berufener. Am härtesten ist er zu sich selbst. Der junge Bettelmönch Martinus, der seiner weltlichen Karriere – und wahrscheinlich wäre es eine glänzende gewesen! – abgeschworen hat, um sein Leben Gott zu weihen. Ein Gewitter ist der Moment seiner Bekehrung, ein Donnerschlag wird es für die Welt. Der Bettelmönch Martinus, bekannter als Martin Luther, sorgte für eine der massivsten Zäsuren in der Geschichtsschreibung. Fünfhundert Jahre ist das jetzt her. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums hat das Kevelaer Marketing eine besondere Theateraufführung in die Spielzeit 2016 / 2017 geholt: Das Leben des „Martinus Luther“ wird auf der Bühne des Konzert- und Bühnenhauses der Stadt Kevelaer präsentiert. Die Produktion „Theaterlust“ zeigt den zweiteiligen Klassiker am Freitag, 10. März 2017, um 20.00 Uhr.

Beweger der Reformation oder Antichrist?

Im zweiteiligen Stück „Martinus Luther“ wird der Spannungsbogen von Luthers Leben ab seiner „Berufung“ bis ins hohe Alter verdeutlicht.

Teil 1: Wie Luther wurde, was er war, Juli 1505: Auf dem Weg nach Erfurt wird ein junger Jura-Student von einem schweren Gewitter überrascht. In Todesangst fleht er zum Himmel: „Hilf! Hilf, du heilige Anna, Mutter Marias! Ich will ein Mönch werden!“ Der Jura-Student ist Martin Luther. Als er Erfurt erreicht, ist er ein anderer, sein Leben nimmt eine Wendung: Er verkauft seine juristischen Lehrbücher und gibt ein großes Abendessen. Martin hält eine Tischrede, seine letzte als Nichtgeistlicher. Doch das ahnen seine Freunde nicht. Noch in der Nacht geht er ins Augustiner-Eremiten-Kloster zu Erfurt und legt sein Gelübde ab. Das weltliche Leben liegt hinter ihm...

Teil 2: Wie Luther aufhörte Luther zu sein, 1546: Katharina von Bora, Luthers Frau, deckt den Tisch für eine Abendgesellschaft. Viel ist in der Zwischenzeit passiert. Die Welt hat sich gedreht und Luthers persönliches Schicksal ebenfalls, nicht alles zum Besseren. Inzwischen ist Martin alt, krank und übergewichtig. Er ist exkommuniziert, politisch mehr geduldet als erwünscht, innerlich verhärtet und verbittert. Es scheint keineswegs entschieden, ob seine Geschichte eine Erfolgsgeschichte ist oder eine des Scheiterns – ob er als großer Beweger der Reformation in die Historie eingehen wird oder als tragische Figur, wenn nicht gar als Antichrist. Der junge Mönch ist in dem alten Luther kaum wiederzuerkennen. Vielmehr ähnelt dieser in Härte und Unerbittlichkeit seinem verstorbenen Vater.

Eintrittskarten für das Theater „Martinus Luther“ sind am Freitag, 10. März, sind zum Preis von 9,00 bis 16,50 Euro beim Kevelaer Marketing im Erdgeschoss des Rathauses der Stadt Kevelaer, Peter-Plümpe-Platz 12, 47623 Kevelaer, Tel.-Nr.: 0 28 32 / 122-150 bis -153, oder an der Abendkasse erhältlich.

Ein Schauspieler in der Maske des Martin Luther sitzt mit einem Kreuz in der Hand vor einer Tafel mit diversen Speisen
Das Theaterstück „Martinus Luther“ wird anlässlich des 500. Reformationsjubiläums am
Freitag, 10. März, um 20.00 Uhr im Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer aufgeführt.

Ansprechpartner

Lisa Püplichuisen
Abteilung Kevelaer Marketing
Telefon: (0 28 32) 122-162
Telefax: (0 28 32) 122-989
E-Mail: lisa.pueplichuisen@stadt-kevelaer.de
Adresse: Peter-Plümpe-Platz 12, 47623 Kevelaer